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Watt??

 

Es war schon im klassischen Altertum

als die Griechen sich fragten: „Warum,

wenn sie ein Stück Bernstein rieben,

Haare daran hängen blieben?

 

Die Erkenntnis kam viel später.

Reibungselektrizität war der Täter.

Deshalb Otto von Guricke will ich nennen,

denn der lernte schon früh die Ladung kennen.

Rieb er doch ´ne Schwefelkugel mit der Hand,

obwohl er noch nicht genau verstand,

warum an seinen Fingerspitzen

richtig große Funken spritzten.

 

Auch schon weit vor den Philistern

sah man schon die Funken knistern.

Denn an der Juden Bundeslade

tat sich gar merkwürdiges Gehabe.

Als man rieb und putzte die metallenen Stellen,

um diese etwas aufzuhellen,

ergab sich etwas – stellt ´s Euch vor –

ein richtiger, nicht erkannter Kondensator.

Denn es wurden vehement

durch´ s Putzen Ladungen getrennt.

Kam nun ein Dieb nachts angeschlichen

und berührte die Lade, so sah er Funken zischen.

Damals hat man Gottes Einfluss damit erklärt,

doch es war Physik, wenn´ s Euch nicht stört.

 

Dann kam die Herren Galvani und Volta

und große wissenschaftliche Erkenntnisse waren da

Im Jahre 1792 tat ersterer in die Hände spucken

und ließ Froschschenkel durch Spannung zucken.

Bald führte man dafür einen Namen ein

und dieser sollte „Galvanismus“ sein.

Denn zweiterer entdeckte, dass verschiedene metallene Platten

- durch einen feuchten Filz getrennt -  Spannung hatten.

Jetzt war sie da, man hatte sie,

die erste „Voltasche Batterie“.

Damit begann der große Siegeszug

der Spannung.  Ich glaub, Ihr wisst nun genug.

Denn es schlug ein wie eine Keule,

erfunden ward die „Voltasche Säule“.

Mit ihr hat begonnen – vergesst es nie-

die heutige gewaltige Elektroindustrie,

die bis zum heutigen Tage, wer hätte´ s gedacht,

unglaubliche Fortschritte hat gebracht.

 

 

 

Also: Es ist das Wissen von alters her:

Wer Spannung hat, hat auch Ampere.

Tut man zwischen die Pole etwas Ohm,

was dann erscheint, das ist der Strom.

Multipliziert man dann beide Werte, die man hat,

ergibt sich die Leistung, das ist das Watt.

Dies, was jeder Fachmann weiß

gilt eigentlich nur für den Gleichstromkreis.

Multipliziert man das Watt mit der verstrichenen Zeit,

ergibt das den Wert für die gemachte Arbeit.

Das wiederum muss zahlen der Kunde,

nämlich den Preis für jede Kilowattstunde.

 

Doch nun – Schlaraffen - komm ich schon

zu der moderneren Definition.

Vielleicht habt Ihr die Kenntnis schon:

Es gibt nicht nur Gleich-, sondern auch Wechselstrom!

Wahrscheinlich ist der Witz recht alt:

Gleichstrom wird gleich bar bezahlt,

den anderen- seid jetzt nicht entsetzt-

begleicht man mit ´nem Wechsel jetzt.

Jetzt überbrückt Spannung damit der Strom

ganz gewaltige Entfernungen schon.

Es gibt kaum ein Gerät im eigenen Hause,

was der Strom nicht drehte ohne Pause.

Worte und Bilder in Strom umgesetzt,

empfängt man schnell in der Wohnung jetzt.

Erzeugt von Dynamos an großen Turbinen,

drehen sich in den Fabriken gar gewaltige Maschinen.

Gäb´ s die durch Strom leuchtende Birne nicht,

wir alle säßen bei der Kerze Licht.

Einerlei! Ich komm jetzt zum Ende.

Was der Strom kann, füllet wohl tausend Bände.

Merkt Euch: wenn´ s nicht gegeben hätte Voltaire,

wir vergeblich suchten die Ampere!

 

Doch um den Geist zu erhellen, ist er nicht da!

Das macht bei den Schlaraffen doch der AHA!

 

LULU

 

Ich danke dem Knappen 188 aus 189 uhuherzlich für die Genehmigung,

diese seine Fechsung auf meiner Homepage zu veröffentlichen.

Knappe 191 aus 189